Effiziente Wasseraufbereitung in Galvanobetrieben: Kiesfilter, Ionenaustauscher und Co. im Fokus

Effiziente Wasseraufbereitung in Galvanobetrieben: Kiesfilter, Ionenaustauscher und Co. im Fokus

In jedem Oberflächenbetrieb gibt es sie: Kiesfilter, VE-Anlagen, Kreislaufanlagen usw. Die effektive Wasseraufbereitung ist ein kritischer Aspekt in Galvanobetrieben, um sowohl die Produktionsqualität zu gewährleisten als auch Umweltauflagen zu erfüllen. Dennoch fristen viele dieser Anlagen ein Leben als Kellerkind. In unserem diesjährigen Sommerthema holen wir sie ins Licht.

Druckfilteranlagen sind in nahezu jedem Galvanobetrieb unverzichtbar. Sie finden sich in der Frischwasseraufbereitung, in der Produktionskette zur Kreislaufführung von Spülwässern und in der Abwasserbehandlung. Zusätzlich kommen Sonderformen bei der Rückgewinnung, Standzeitverlängerung und Rückhaltung zum Einsatz. Zu den gängigen Anwendungen zählen:

  • Kiesfilter
    Diese werden häufig als Schlussreinigungssysteme in der Abwassertechnik eingesetzt
    oder als Schutzfilter vor Ionenaustauscher.
  • Ionenaustauscher
    :Diese Anlagen sind sowohl in der Produktion zur Kreislaufführung als auch in der Abwassertechnik von Bedeutung.

Obwohl diese Anlagen hochautomatisiert sind, leiden sie häufig unter mangelnder Betreuung aufgrund der dünnen Personaldecke in vielen Betrieben. Dieser Mangel kann erhebliche Probleme verursachen, wenn eine Anlage ausfällt. Beispielsweise kann ein verblockter Kiesfilter den gesamten Produktionsablauf stören, da die Abwasserabgabe in den Kanal behindert wird. Die Konsequenzen reichen von Produktionsstillständen bis hin zu kostspieligen Ad-hoc-Maßnahmen.

Ein zentraler Punkt ist die unzureichende Datenaufzeichnung und -analyse. Ohne regelmäßige Datenauswertung bleibt die Ursachenforschung bei Problemen meist erfolglos. Durch eine systematische Überwachung und Analyse der Betriebsdaten könnten viele Störungen frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor sie eskalieren.

Ein weiterer Aspekt sind die versteckten Kosten, die durch ineffiziente Regenerationsprozesse und Rückspülungen entstehen können. Beispielsweise kann eine nicht optimal gesteuerte Säurerückspülung nicht nur zu erhöhtem Chemikalienverbrauch führen, sondern auch die Abwasserbehandlung belasten, da das Rückspülwasser hochkonzentrierte Metallfracht enthalten kann.

In unserer Winterserie geben wir Ihnen Tipps, um die Effizienz und Zuverlässigkeit der Wasseraufbereitungsanlagen zu erhöhen. Zum Beispiel wie Sie:

  • Regelmäßige Wartung und Betreuung implementieren
    Was geht intern und was ist extern besser aufgehoben? Was muss? Was kann?
  • Datenaufzeichnung und -analyse
    Implementieren Sie ein System zur kontinuierlichen Datenerfassung und -auswertung, um frühzeitig auf Probleme reagieren zu können. Was geht mit Bordmitteln?
  • Schulung des Personals
    Schulen Sie Ihr Personal im Umgang mit den Anlagen und der Interpretation der Betriebsdaten, um die Reaktionszeit bei Störungen zu verkürzen.

Die effiziente Betreuung und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb eines Galvanobetriebs. Durch gezielte Datenaufzeichnung, regelmäßige Wartung und Schulung des Personals können viele Probleme vermieden und die Betriebskosten gesenkt werden. Unsere Serie bietet Ihnen detaillierte Einblicke und praktische Tipps, um diese Herausforderungen zu meistern.

In der nächsten Woche starten wir mit einem ausführlichen Blick auf Kiesfilteranlagen. Bleiben Sie dran und erfahren Sie, wie Sie Ihre Anlagen optimal betreiben und Kosten sparen können.

Hier geht es zum Podcast zu diesem Thema:

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